Saubere Prozessmedien spielen in vielen industriellen Produktionsprozessen eine entscheidende Rolle. Werden Wasser, Reinigungsmedien oder andere Flüssigkeiten durch Partikel, Öle, Emulsionen oder Bakterien verunreinigt, kann dies nicht nur die Qualität des Produktionsprozesses beeinträchtigen, sondern auch den Verbrauch von Wasser, Reinigungsmitteln und weiteren Ressourcen erhöhen.
Ultrafiltrationsanlagen bieten hier eine effiziente Möglichkeit, belastete Flüssigkeiten gezielt aufzubereiten und Prozessmedien länger im Kreislauf zu nutzen. Die K.H. Pfaff GmbH entwickelt und fertigt entsprechende Membranfiltrationsanlagen für unterschiedliche industrielle Anforderungen.
Was ist Ultrafiltration?
Bei der Ultrafiltration handelt es sich um ein membranbasiertes, mechanisches Trennverfahren. Dabei werden unerwünschte Bestandteile aus einem flüssigen Medium entfernt, während bestimmte gelöste Stoffe die Membran passieren können.
Im industriellen Umfeld kann die Technologie unter anderem dazu eingesetzt werden, Schwebstoffe, Fette, Öle und Emulsionen aus wässrigen Medien abzutrennen. Auch die Entkeimung von Wasser ist möglich, da Bakterien aufgrund ihrer Größe als Partikel zurückgehalten werden können.
Ein wichtiger Vorteil gegenüber klassischen Filtersystemen liegt dabei in der Prozessführung: K.H. Pfaff setzt bei der Ultrafiltration auf Querstromfiltersysteme, wodurch eine lange Standzeit der Filtermodule erreicht werden kann. Eine regelmäßige Reinigung der Module und der turnusmäßige Austausch von Dichtelementen bleiben dabei Bestandteil einer zuverlässigen Anlagenführung.
Prozesswasser effizient aufbereiten und im Kreislauf führen
Ein wesentlicher Anwendungsbereich von Ultrafiltrationsanlagen ist die Aufbereitung und Kreislaufführung von Prozesswasser.
In vielen Produktionsprozessen entstehen Flüssigkeiten, die während der Bearbeitung mit Ölen, Metallpartikeln, Fetten oder Emulsionen belastet werden. Anstatt diese Medien nach kurzer Nutzungsdauer vollständig auszutauschen und als Abwasser zu entsorgen, können sie mithilfe geeigneter Filtration aufbereitet und erneut eingesetzt werden.
Das verlängert die Nutzungsdauer der Prozessmedien und kann gleichzeitig dazu beitragen, Abwassermengen, Frischwasserverbrauch und Betriebskosten zu reduzieren.
Auch die eingesetzten Reinigersubstanzen können durch die Konstruktion der Anlagen besser ausgenutzt werden. Dadurch lassen sich längere Wartungsintervalle und eine wirtschaftlichere Prozessführung erreichen.
Wo kommen Ultrafiltrationsanlagen zum Einsatz?
Die Einsatzmöglichkeiten der Ultrafiltration sind vielfältig. Je nach Prozess und zu behandelndem Medium können unterschiedliche Anforderungen an die Anlage gestellt werden.
Ultrafiltration in der Automobilindustrie
In der Automobilindustrie entstehen beispielsweise bei der spanenden Bearbeitung Prozessmedien, die mit feinsten Metallspänen, Partikeln, Bearbeitungsölen und Emulsionen belastet sein können.
Die Ultrafiltration kann dabei eingesetzt werden, um diese Bestandteile aus den Reinigungs- und Prozessmedien abzutrennen. So lässt sich die Qualität der Medien erhalten und deren Nutzungsdauer verlängern.
K.H. Pfaff setzt seine Anlagen unter anderem bei der Aufbereitung von Entfettungs- und Spülbädern ein, beispielsweise für die Reinigung von Leichtmetallrädern, Kurbelgehäusen, Zylinderköpfen und Pleueln.
Ultrafiltration in der Biotechnologie
Auch in der Biotechnologie bietet die Membranfiltration interessante Möglichkeiten. Hier geht es häufig nicht nur um die Entfernung unerwünschter Bestandteile, sondern auch um die Abtrennung oder Aufkonzentrierung bestimmter Wirkstoffe.
Zu den möglichen Anwendungen gehören beispielsweise die Milchsäuregewinnung, die Abscheidung von Zucker aus Glukoselösungen oder die Fraktionierung von Proteinen.
Ultrafiltration in der Photovoltaik
Bei der Herstellung von Solarzellen und Wafern spielt die Qualität des Prozesswassers ebenfalls eine wichtige Rolle.
Ultrafiltrationsanlagen können hier dazu beitragen, das im Kreislauf befindliche Prozesswasser von Siliziumpartikeln freizuhalten. Dadurch können Verunreinigungen reduziert und nachfolgende Produktionsschritte vor Störungen geschützt werden.
Weitere Einsatzbereiche
Darüber hinaus eignet sich die Ultrafiltration für zahlreiche weitere industrielle Anwendungen. Dazu gehören unter anderem Prozesse in der Chemie- und Agrarindustrie sowie Anwendungen in der Lebensmittelindustrie.
In der Lebensmittelindustrie kann die Technologie beispielsweise zur Klarfiltration oder zur Konzentration von Getränken eingesetzt werden. In der Agrar- und Chemieindustrie kommen die Anlagen unter anderem bei der Entfernung unerwünschter Stoffe oder bei der Öl-Wasser-Trennung zum Einsatz.
Individuelle Ultrafiltrationsanlagen für unterschiedliche Anforderungen
Nicht jeder Produktionsprozess ist gleich. Zusammensetzung, Verschmutzungsgrad, Durchflussmenge und gewünschtes Filtrationsergebnis können sich deutlich unterscheiden.
Deshalb bietet K.H. Pfaff neben bewährten Anlagenvarianten auch individuell angepasste Lösungen an. Das Portfolio umfasst unter anderem die UF 100 für geringere Filterleistungen, die UF 200 als Standardsystem sowie die UF 400 für größere Filterleistungen und Medien mit abrasiven Eigenschaften.
Die Anlagen werden an die jeweilige Kundenanlage und die vorhandenen Gegebenheiten angepasst. Vor der Auslegung kann außerdem geprüft werden, ob bereits Erfahrungen mit dem zu filtrierenden Medium bestehen. Bei unbekannten oder anspruchsvollen Medien sind Filtrationsversuche im Technikum von K.H. Pfaff möglich. So lässt sich die grundsätzliche Eignung der Membrantechnik überprüfen und es können wichtige Parameter für die spätere Anlagenauslegung ermittelt werden.
Wirtschaftlich und ressourcenschonend
Neben der eigentlichen Filtrationsleistung spielt auch die Wirtschaftlichkeit eine wichtige Rolle. Eine gut ausgelegte Ultrafiltrationsanlage kann dazu beitragen, Prozessmedien länger zu nutzen, Reinigersubstanzen effizienter einzusetzen und Abwassermengen zu reduzieren.
Damit verbindet die Technologie mehrere Ziele: eine hohe Prozessqualität, einen wirtschaftlicheren Betrieb und einen bewussteren Umgang mit Wasser und anderen Ressourcen. Gerade bei Produktionsprozessen mit großen Mengen an Prozesswasser kann die Aufbereitung und Kreislaufführung einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigeren Prozessgestaltung leisten.
Ultrafiltrationsanlagen von K.H. Pfaff
Die K.H. Pfaff GmbH hat sich auf den Bau von Membranfiltrationsanlagen sowie Anlagen für die Prozesswasseraufbereitung spezialisiert. Das Unternehmen entwickelt individuelle Lösungen für unterschiedliche industrielle Anwendungen und begleitet Projekte von der Prüfung des Mediums über die Auslegung bis zur Inbetriebnahme. Die Anlagen werden durch geschultes eigenes Personal in Betrieb genommen; dabei erfolgt auch eine Anwenderschulung.
Sie möchten prüfen, ob Ultrafiltration für Ihren Produktionsprozess geeignet ist? K.H. Pfaff bietet ein kostenloses Erstgespräch und kann bei Bedarf Vorversuche mit Ihrem Prozessmedium durchführen.
Nehmen Sie Kontakt mit K.H. Pfaff auf und lassen Sie sich zu Ihrer individuellen Ultrafiltrationslösung beraten.